»Kunst prägt Geld: MUSE MACHT MONETEN«, Ausstellung mit Werken der Sammlung Haupt im Bode-Museum Berlin

Eine Ausstellung des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin mit Leihgaben der Sammlung Haupt »Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld«

In Zusammenarbeit mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst wird in der dreiteiligen Ausstellung eine Auswahl an Arbeiten von Künstlern der Sammlung Haupt präsentiert, die auf vielfältige Weise die inhaltlich und künstlerisch differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema veranschaulicht.
Unter den ausgestellten Werken der Sammlung finden sich neben denen bekannter Künstler wie Stephan Balkenhol, Joseph Beuys, Lee Mingwei, Christa Sommerer und Laurent Mignonneau, Gerd Sonntag und Vadim Zakharov auch Arbeiten der jüngeren Generation – beispielsweise von Dadara, Will Kempkes und Sebastian Siechold, sowie aus Österreich F. Hundertwasser, Helmut King, Manuel Gras, Nikolaus Eberstaller und Helmut Zobl (vollständige Übersicht unten).

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Medaillen von mehr als 30 Künstlern, die im Rahmen eines offenen Wettbewerbs, eigens für dieses Projekt 2014 vom Berliner Medailleurskreis ausgelobt, geschaffen wurden. Die Werke sind lebendige, sprechende Zustandsbeschreibungen der Künstlerexistenzen im Spannungsfeld von Geld und Macht. Sie erlauben einen unmittelbaren und sehr persönlichen Einblick in die Gedanken und Erfahrungen von Künstlern, für die geistige und materielle Freiheit eine wesentliche Notwendigkeit des schöpferischen Kunstschaffens darstellt. 

Als dritte Säule werden Exponate aus dem Bestand des Münzkabinetts aus den 1990er Jahren gezeigt. Diese sind vor allem auf Initiative der Bildhauerin und Medailleurin Anna Franziska Schwarzbachs als Resultat von Aktionen entstanden, um auf die finanziell prekäre Situation der Kunstschaffenden aufmerksam zu machen.

Damit schließt sich der Kreis unmittelbar zur Werkauswahl aus dem Bestand der Sammlung Haupt mit einer Präsentation von Werken ähnlich intendierter internationaler Gegenwartskunst.

MUSE MACHT MONETEN ist ein Dreiklang von Worten, dessen gleichmäßig wogender Rhythmus nicht täuschen sollte: Muse, Macht und Moneten haben ein Verhältnis mit Ecken und Kanten. Muse als Synonym für Kunst und Künstler, Macht als Begriff für denjenigen, der das Steuer in der Hand hält, und Moneten als umgangssprachlicher Begriff für Geld: Das Thema der Edition und Ausstellung beschreibt das Spannungsverhältnis, in das Künstler geraten, die einerseits unabhängig arbeiten wollen, andererseits aber verschiedenen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Zwängen unterworfen sind.

Ziel der Edition und Ausstellung ist, Künstler aus möglichst vielfältigen Richtungen und Blickwinkeln zum Wechselspiel von Muse, Macht und Moneten zu Wort kommen zu lassen.

Werke der Sammlung Haupt in der Ausstellung von folgenden Künstlerinnen und Künstlern:
Stephan Balkenhol, Elly Baltus, Joseph Beuys, Claus Böhmler und andere (Kunstvereins-Notgeld, Hamburg), Ioë Bsaffot (Hrsg.), Dadara, Annett Deppe, Lex Drewinski, Nikolaus Eberstaller, Jochen Fiedler, Manuel Gras, Dietrich Helms, Friedensreich Hundertwasser, Jonas/Kees/Winkler, Will Kempkes, Helmut King, Germaine Koh, Ralf Kopp, Lee Mingwei, Andor Orand, Jochen Schamal, Matthias Schwab, Franziska Schwarzbach, Sebastian Siechold, Christa Sommerer und Laurent Mignonneau, Gerd Sonntag, Heidi Wagner-Kerkhof, Vadim Zakharov, Helmut Zobl.

Zur Ausstellung: Interview mit Stefan Haupt 
Deutschlandradio Kultur, 23.11.2016
Der schöne Schein – »Kunst prägt Geld«: Neue Ausstellung im Berliner Bodemuseum


Einladung zur Ausstellungseröffnung (PDF)
Information der Staatlichen Museen zu Berlin zur Ausstellung hier

aus Anlass der Ausstellung erscheint der Katalog

Alexa Küter · Bernhard Weisser
Kunst prägt Geld: MUSE MACHT MONETEN
Eine Ausstellung des Münzkabinetts mit Leihgaben der Sammlung Haupt »Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld«
244 S. mit zahlreichen Abbildungen zu allen ausgestellten Werken und umfangreichen Texten
Gestaltung: hawemannundmosch, Berlin
Battenberg Gietl Verlag, Regenstauf 2016
ISBN: 978-3-86646-137-6

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