​​​Stiftung&Sponsoring – Teil 8


Jerry Berndt’s »Chicago Graffiti« von 1975 wird im achten Teil der Reihe im Magazin Stiftung&Sponsoring (Ausgabe 6/2017, Dezember) vorgestellt.
Beim Betrachten des auf spröde Schwarz-Weiß-Stimmung reduzierten Motivs kommt einem die Botschaft der allmächtigen Leitwährung auf eigentümlich verfremdete, ganz und gar nicht spektakuläre Weise entgegen: Dollar-Symbol und karikierende Sprüche, hinterlassen auf einer schmucklosen Mauer von der Hand eines Sprayers – weniger ein Blick auf, vielmehr ein Blick hinter die Dinge.
Berndt: Als Lehrender für Fotografie machte ich meine Studenten auf den Umstand aufmerksam, dass Leute, die mit einer Kamera losziehen, zumeist drei Motive im Sinn haben: Kleinkinder, Tiere und alte Menschen. Die Antwort, weshalb dem so ist, lautet, dass keiner von denen versuchen würde, dir eine runterzuhauen. Genau deshalb bereitet es mir Vergnügen, Fotos zu machen, die nicht in dieses Raster passen. Das macht den Beruf des Fotografen aus.
Bereits Anfang der 70er entsteht die Serie »Nite Works«, in der Berndt nächtliche Stadtansichten unterschiedlicher amerikanischer und europäischer Städte seriell fotografiert hat und einen Spannungsbogen zwischen kommerzieller Ikonografie des Alltagslebens und einer Psychologie nächtlicher Stimmungen aufbaut. 

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