Mein lieber Freund und Kupferstecher – Eine Ausstellung der Sammlung Haupt beim Verband Deutscher Bürgschaftsbanken, Berlin

Ausstellung in den Räumen des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken, Schützenstraße 6a, 10117 Berlin,
Kuratiert von Julia Herfurth, mit Arbeiten von Stephen Barnwell, JSG Boggs, Mansour Ciss Kanakassy, Sergej Alexander Dott, Lex Drewinski, WP Eberhard Eggers, Jochen Fiedler, Maria Fisahn, Hassan Hashemi, Horst Hussel, Karlkurt Köhler, Jürgen Schieferdecker, Reiner Schwarz, Jonny Star, Hans Ticha, United Transnational Republics.
Zur Eröffnung im Rahmen des Gallery Weekends Berlin am Samstag, dem 29. April 2017, 11 – 14 Uhr, findet eine Performance von Benedikt Braun statt sowie eine Kuratorinnen-Führung ab 11:30 Uhr.

Mit der Ausstellung »Mein lieber Freund und Kupferstecher« wird ein Fokus auf druckgrafische Arbeiten aus der Sammlung Haupt gelegt.

Die Geschichte der Druckgrafik reicht zurück bis in 14. Jahrhundert. Die Weiterentwicklung und Perfektionierung unterschiedlicher Drucktechniken ist eng verknüpft mit der Verbreitung und Reproduktion von Kunstwerken, als auch mit dem Beginn der Produktion von Papiergeld im 14. Jahrhundert in Europa. Folglich ist es naheliegend, dass zeitgenössische Künstler noch immer traditionelle Drucktechniken verwenden, gerade bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Geld. So greift der Künstler Horst Hussel für den Entwurf einer Währung für die fiktive Räterepublik Mekelenburg respektive auf den Kupfertiefdruck zurück. Einer Technik, der mit dem Aufkommen des Papiergelds noch mehr Bedeutung zukam. Denn nur ein raffinierter Kupferstecher wäre in der Lage gewesen, Geld zu fälschen. Möglicherweise kommt daher der Ausdruck »Mein lieber Freund und Kupferstecher«.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung:
Performance »Faktor Zehn« von Benedikt Braun
Durch eine künstlerische Handlung wird der Nominalwert von Geldscheinen um den Faktor zehn erhöht. Mit Hilfe eines Prägestempels bringt Benedikt Braun sein Konterfei auf die Scheine. Aus Geld wird Kunst. Jeder Schein ist ein Unikat. Für das Performance-Publikum ist diese Wert-Erhöhung gratis.

Informationen des VDB zu dieser und den bisherigen Ausstellungen:

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