Sammler Stefan Haupt im Gespräch mit Sebastian Siechold
aus Anlass des Gallery Weekends Berlin im Rahmen der Ausstellung
„Geld ist nicht alles … – Anagramme und Arbeiten aus dem Bestand der Sammlung Haupt von Sebastian Siechold“ in den Räumen des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken, Schützenstraße 6a, 10117 Berlin
am Samstag, 2.5.2026, 11:30 bis 13 Uhr.
Der Künstler gibt Auskunft zu seinen Geldkunst-Arbeiten und ausgewählten Anagrammen – darunter eine Reihe zum Thema Geld – , die noch noch bis August dieses Jahres in der aktuellen Ausstellung gezeigt werden.
Im September 2013 begann die Zusammenarbeit des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken und der Sammlung Haupt in Form einer Reihe von Ausstellungen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten.
Seit mehreren Jahren nimmt das Thema Geld einen zentralen Platz im Schaffen des in Berlin lebenden Künstlers Sebastian Siechold ein. Geboren 1982 in Quedlinburg, studierte er von 2003 bis 2009 freie Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und war anschließend Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel.
In zahlreichen Arbeiten hat Siechold Original-Banknoten zum Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung gemacht, diese beschriftet, überzeichnet, aufgestapelt oder in serieller Reihung interpretiert.
Unter den Kreationen des Künstlers befinden sich zahlreiche Anagramme, sowohl im GeldKontext – wie die Arbeiten „Schein – Nische“ (2012) und „KUNDE BESTACH – DEUTSCHE BANK“ (2023) – als auch im Verfremden allgemein konsumrelevanter Begriffe.
In seiner Serie „na logo“ deutet Siechold bekannte Marken(Artikel) um, deren eigentliche Bedeutung in Form von Anagrammen ironisch-kritisch hinterfragt wird: so entsteht beispielsweise aus stern ernst, aus DEKRA DRAKE, aus Chanel Lachen oder aus merci crime.
Eine Auswahl dieser inzwischen auf über 360 angewachsenen Kollektion – die seit kurzem auf der eigens eingerichteten Website lachen-chanel.de präsentiert wird – bildet in mittelformatigen Drucken den thematischen Schwerpunkt der Ausstellung.